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Gemeinderatssitzung
vom 06. Oktober 2026

Rathausumfeld und Seniorenwohnen: Gemeinde Barbing stellt die Weichen für die Zukunft

Barbing. (ck) Die planerische Zukunft der Gemeinde Barbing nimmt konkretere Formen an: In seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Dienstagabend hat der Gemeinderat wichtige Grundsatzentscheidungen für die Umgestaltung des Rathausumfeldes sowie für das geplante Seniorenwohnprojekt getroffen.

 

Weichenstellung für die Barbinger Ortsmitte: Gemeinderat beriet über Zukunft des Rathausumfelds und Seniorenwohnen

In seiner jüngsten Sitzung 6.10.26 beriet das Barbinger Gemeinderatsgremium unter anderem über die Zukunft des Rathausumfelds und Seniorenwohnen. Wie Bürgermeister Dominik Schindlbeck erläuterte, vor allem in Anbetracht der vielen Zuhörer im Rahmen der Gemeinderatssitzung und weil man auch endlich Nägel mit Köpfen machen wolle, fand als wichtige Grundlage für diese anstehende politische Entscheidung bereits am 22. September 2026 eine umfassende Informationsveranstaltung für den Gemeinderat statt. Dabei wurden den Ratsmitgliedern die Details und der aktuelle Stand der Planungen im Hinblick auf die Machbarkeitsstudie für das Rathausumfeld sowie das damit verknüpfte Seniorenwohnen-Projekt ausführlich vorgestellt. Das beauftragte Büro Kellerer und Kellerer präsentierte in der damaligen Sondersitzung den Zwischenstand der Machbarkeitsstudie. Die Planer zeigten verschiedene denkbare Varianten auf, wie das Areal rund um das Rathaus städtebaulich entwickelt und aufgewertet werden könnte. Die Studie sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Als nächste Schritte stände die Finalisierung der Entwürfe an.

 

Fokus auf das Seniorenwohnprojekt

Ein zentraler, aber separat zu betrachtender Baustein in diesem Planungsraum sei allerdings das Seniorenwohnprojekt. Wie er erinnerte, habe sich in den vergangenen Jahren ein engagierter Arbeitskreis bereits intensive Gedanken gemacht. Das erklärte Ziel sei die Errichtung einer modernen Wohnanlage, die älteren Menschen die Wahl zwischen unterschiedlichen, bedarfsgerechten Wohnformen, wie etwa Wohngemeinschaft, Betreutes Wohnen und Tagespflege im Herzen der Gemeinde ermöglicht. Hierfür werde der Bauhof in das Sarchinger Feld verlagert. Zudem konnte das Grundstück daneben käuflich erworben werden. Für die tatsächliche Umsetzung des Projekts existieren mehrere Wege, wobei insbesondere die Frage des Grundstückseigentums eine entscheidende Rolle spiele. Die Gemeinderäte berieten im Vorfeld über drei strategische Modelle und beleuchtete die Vor- und Nachteile, wenn die Gemeinde zu 100 Prozent im Eigentum aller Flächen bliebe und den Bau eines Seniorenwohnens in Eigenregie anginge. Hier müssten mit Kosten von rund 15 Millionen Euro gerechnet werden. Variante zwei zeigte die Konsequenzen bei einem vollständigen Verzicht auf das Eigentum der Flächen. Und Variante drei würde eine Kompromisslösung darstellen. Hierbei könnte die Gemeinde einen Teil der Flächen veräußern und gleichzeitig einen anderen Teil behalten, um eine gezielte städtebauliche Aktivierung direkt am Rathausplatz zu sichern. Bereits während der Informationsveranstaltung wurde eingehend über diese unterschiedlichen Optionen diskutiert. Dabei zeichnete sich bereits eine deutliche fraktionsübergreifende Tendenz ab, dass die Ratsmitglieder mehrheitlich die Kompromisslösung der Variante drei favorisieren würden. Insbesondere mit Blick auf die kommunalen Finanzen gelten die zu erwartenden Einnahmen aus einem Teilverkauf der Grundstücksflächen als sinnvoll und notwendig. Gleichzeitig verliert die Gemeinde nicht das Heft des Handelns für die Gestaltung des zentralen Rathausplatzes. Um auf dieser Basis weiterarbeiten zu können, fasste der Gemeinderat einen formellen Grundsatzbeschluss, dass die Variante drei, der Teilverkauf von Grundstücksflächen, offiziell weiterverfolgt werden soll, um damit die Weichen für die nächsten konkreten Planungsschritte zu stellen.

 

Einvernehmen für Bauprojekt in Sarching verweigert

Für Grundstücke in der Sarchinger Pfarrgasse kommt es beim Amtsgericht Regensburg zu einer Teilungsversteigerung, wohl darauf begründet wurde eine Bauvoranfrage zur Errichtung von drei Wohngebäuden mit insgesamt 17 Wohneinheiten, darunter ein Doppelhaus und drei Reihenhäuser sowie ein Geschosswohnungsbau mit einer Länge von 33 Metern und 12 Wohneinheiten. Stefan Geserer (UL) und Andreas Gröschl (CSU) betonten unisono, dass ein Gebäude dieser Größe nicht in die Pfarrgasse passe Dass man Wohnraum schaffen sollte, darüber war man sich einig und könnte sich auf ein Mehrfamilienhaus mit sechs oder acht Wohneinheiten einigen. Jürgen Deinhart (FW/BF) merkte an, dass er sich vorstellen könnte das Doppelhaus und die drei Reihenhäuser auf das andere Grundstück zu spiegeln, so würde sich das perfekt einfügen. Vizebürgermeister Johannes Heitzer gab zu bedenken, dass an das Grundstück ein großer Landwirtschaftlicher Betrieb grenze, es hier zu Emissionen käme und Streit vorprogrammiert wäre, Grenzabstände sollten unbedingt eingehalten werden.  Fraktionsübergreifend und einvernehmlich hat der Gemeinderat die Bauvoranfrage in dieser Dimension abgelehnt. Während die geplante Nutzung und das Maß von Doppel- und Reihenhaus als ortsüblich bewertet wurden, war man sich einig, dass der geplante Geschosswohnungsbau mit einer Länge von 33 Metern das Maß der vorhandenen Bebauung erheblich überschreite.

 

Der Gemeinderat Barbing hatte sich ferner mit einer Vielzahl von Bauanträgen und Voranfragen zu befassen. Während kleinere Vorhaben reibungslos passierten, gab es bei größeren Gewerbeprojekten und dem geplanten Fußball-Leistungszentrum wichtige Maßgaben und Diskussionen.

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Einstimmiges Ja für private Bauvorhaben und Spielhallen-Zusammenlegung

Keine Einwände gab es für den Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung eines Sichtschutzzaunes und einer Fahrradbox an der Grundstücksgrenze in der Bischof-Sailer-Straße in Barbing. Ebenso einvernehmlich stimmte das Gremium dem Anbau eines Wintergartens an ein bestehendes Gebäude im Sarchinger Dorfäckerweg zu. Auch die Verlängerung der Baugenehmigung für die Zusammenlegung von zwei Spielhallen zu einer in der Barbinger Frauenhofer Straße passierte den Rat ohne Gegenstimmen.

 

Rückendeckung für Sarchinger Unternehmer trotz offener Fachfragen

Ein positives Signal sendete der Gemeinderat an einen ansässigen Betrieb, der in der Gemarkung Sarching, gegenüber dem Asphaltmischwerk RAM, einen betrieblichen Kaltlager-, Material- und Abstellplatz errichten möchte. Die Sprecher aller Fraktionen betonten einmütig, dass man lokalen Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten bieten müsse. Gerhard Deutsch (CSU) wies darauf hin, dass die Erweiterung zudem die bestehende Problematik durch Staub- und Lärmemissionen entzerren könnte. Stefan Geserer (Unabhängige Liste) bekräftigte: „Wenn sich ein Barbinger Betrieb entwickeln möchte, sollte man zustimmen.“ Martin Laumer (FW/BF) teilte diese Ansicht, mahnte jedoch, sich für die Zukunft an dieser Stelle keine Wege für die Weiterentwicklung des gesamten Gewerbebereichs zu verbauen. Bürgermeister Dominik Schindlbeck erklärte ergänzend, dass die Gemeinde naturschutz- und wasserrechtliche Belange nicht abschließend abschätzen könne. Hierzu müssen die Fachstellen des Landratsamtes gehört werden, ebenso wie der Betreiber der dortigen Hochspannungsleitung. Das Ratsgremium erteilte sein Einvernehmen schließlich unter den vom Bürgermeister vorgetragenen Maßgaben. Zudem müssen für die Erschließung Sondervereinbarungen abgeschlossen werden.

 

Konflikt um Hallenhöhe im Sarchinger Feld: Nachbarschaftsrechte im Fokus

Weniger reibungslos verlief die Debatte um das Vorhaben eines anderen Betriebs im Sarchinger Feld. Während die Umbaumaßnahmen inklusive Anbau am bestehenden Verwaltungsgebäude ohne Diskussion genehmigt wurden, stieß dessen Bauvoranfrage für den Neubau einer Schüttgut- und Lagerhalle auf Kritik. Das geplante Gebäude sprenge die Festsetzungen des Bebauungsplans, da die Baugrenzen und die Baulinie im Süden und Westen überschritten werden, so der Tenor. Vor allem die geplante Traufhöhe von 9,77 Metern überschreite das zulässige Maß von sieben Metern deutlich um 2,77 Meter. Der Bauherr begründete dies mit der lichten Einfahrtshöhe von neun Metern, die für das Auskippen von Kipplastern zwingend notwendig sei. Bürgermeister Schindlbeck merkte an, dass bereits Einwände aus der Nachbarschaft gegen das Vorhaben und die Nutzung vorliegen. Vizebürgermeister Johannes Heitzer forderte, diese Bedenken der Anwohner ernst zu nehmen. Als Kompromiss schlug er vor, dass sich der Antragsteller auf ein Pultdach einlassen könnte. Auch Hans-Peter Landsmann (BF/FW) kritisierte die Höhe von fast zehn Metern als „zu heftig“. Durch eine Änderung der Dachform könnte die benachbarte PV-Anlage vor Verschattung geschützt und die Wandhöhe an der Westseite verringert werden. Die Bauvoranfrage in bestehender Form lehnte man einvernehmlich ab.

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Werbeanlage genehmigt

Ein weiterer Antrag betraf eine Versicherung, die sich in der Neutraublinger Straße angesiedelt hat. Dem Antrag auf Anbringung einer Werbeanlage, einer Bildmarke und eines Auslegers in Form eines Wappens stimmte der Gemeinderat ohne Einwände zu.

 

Jahnschmiede erhält grünes Licht

Ein wegweisender Beschluss fiel für die Jahnschmiede. Der Gemeinderat gab grünes Licht für den Bebauungsplan des Sondergebietes „Leistungszentrum Fußball – Jahnschmiede“. Das Verfahren hat jedoch eine wichtige Einschränkung. Bevor der Satzungsbeschluss öffentlich bekannt gemacht wird und der Plan damit offiziell in Kraft tritt, müssen die entsprechenden Erschließungsverträge unterzeichnet sein. Gekoppelt daran stimmte der Rat auch dem konkreten Bauantrag des SSV Jahn Regensburg für den Neubau des Leistungszentrums zu. Dieser umfasst ein Funktionsgebäude, ein Kiosk- und Kassengebäude sowie ein Greenkeepergebäude. Auch hier gilt die strikte Vorgabe, dass der Erschließungsvertrag vorab unterschrieben und der Bebauungsplan rechtskräftig sein muss. Zudem hat das Landratsamt zu prüfen, ob besondere Brandschutzmaßnahmen erforderlich sind. Sollte dies der Fall sein, gehen die daraus resultierenden Kosten komplett zu Lasten des Antragstellers.

 

 

Bild: In der Sarchinger Pfarrgasse kommt es beim Amtsgericht Regensburg zu einer Teilungsversteigerung

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Gemeinderatssitzung
vom 04. August 2026

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Grünes Licht für neue Fahrzeughalle und Verbindungsbau der Feuerwehr Friesheim

Barbing. (ck) Die Freiwillige Feuerwehr Friesheim steht vor einer bedeutenden baulichen Erweiterung. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stimmte das Gremium den Plänen für den Neubau einer Fahrzeughalle sowie eines Verbindungsbaus zum Haus der Vereine geschlossen zu.

 

Eine Million Euro für Feuerwehr und Dorfgemeinschaft

Architekt Gerhard Gromalla vom Büro Huber Architekten stellte dem Gemeinderat die detaillierten Planungen vor. Ursprünglich war lediglich der Neubau einer Fahrzeughalle geplant. Diese wird dringend benötigt, um Platz für das neue Feuerwehrfahrzeug sowie für räumlich klar abgegrenzte Umkleiden zu schaffen. Im Laufe der Planungsphase wurde das Konzept jedoch sinnvoll erweitert. Ein neuer Verbindungsbau schließt künftig die Lücke zum benachbarten Haus der Vereine. Dieser Trakt wird nicht nur zusätzlichen Lagerraum bieten, sondern auch mit einer barrierefreien Toilette ausgestattet, wovon die gesamte Dorfgemeinschaft profitiert.

Neben dem architektonischen Entwurf präsentierte Planer Gromalla auch eine detaillierte Kostenberechnung. Die Gesamtsumme für das kombinierte Bauvorhaben beläuft sich auf rund eine Million Euro. Auch der zeitliche Rahmen steht bereits fest: Sofern die weiteren Genehmigungsverfahren reibungslos verlaufen, sollen die Bauarbeiten im kommenden Jahr direkt nach Aschermittwoch beginnen. Die Fertigstellung des gesamten Komplexes ist für spätestens Juni 2028 visiert. Die Ratsmitglieder zeigten sich von den vorgestellten Plänen überzeugt. Mit dem erteilten Einvernehmen ist der Weg frei für die nächsten Schritte.

 

Lkw-Ladepark, Solarenergie und zusätzliche Blitzer

Keine Einwände hatte der Gemeinderat zum Tekturantrag auf Errichtung einer „Electrical Charging Station for Trucks“. Dieser Elektro-Ladepark für LKWs im Gewerbegebiet Unterheising Ost 1 wird acht unüberdachte Ladeplätze, ein Sanitärgebäude, neue Ein- und Ausfahrten sowie drei Trafos umfassen. Auch der sechsten Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung des Bebauungsplanes SO „Sonnenenergienutzung Wolfskofen VIII“ der Gemeinde Mintraching hatte das Ratsgremium nichts entgegenzusetzen.

Dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Anschaffung von vier solarbetriebenen Geschwindigkeitsmessern, den Gemeinderat Wolfgang Höpfl erläuterte, stand man positiv gegenüber. Hier erklärte Bürgermeister Dominik Schindlbeck, dass sich der Antrag wohl mit der bereits getätigten Anschaffung von drei Messgeräten überschnitten habe. „Aber wir können zu den bereits drei neuen einen weiteren anschaffen“, so der Bürgermeister. Dem stimmten die Gemeinderäte einvernehmlich zu.

 

Feste Bürger-Beauftragte

Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, die dritte Bürgermeisterin Tanja Fleischmann zur Eheschließungsbeamtin zu ernennen; die entsprechende Schulung hat sie bereits absolviert. Zudem wurde Reimund Schnurrer zum neuen Ortsheimatpfleger bestellt. Aus altersbedingten Gründen hatte Manfred Mühlhans das Amt aus den Händen gelegt.

Wie bereits in den letzten Sitzungen angekündigt, wurden zudem feste Ansprechpartner aus dem Gemeinderat bestellt, die als Bindeglied zwischen Gemeinde und Bürgern fungieren. Einvernehmlich wurden folgende Beauftragte ernannt:

  • Jugend: Tanja Fleischmann und Sebastian Reichl

  • Integration / Schwerbehinderte: Melanie Jans und Lisa Betz

  • Senioren: Christine Kroschinski und Hans-Peter Landsmann

  • Kultur und Heimat: Petra Schmalhofer und Jürgen Deinhart

  • Wirtschaft: Andreas Gröschl und Benedikt Jäger

  • Energie: Bürgermeister Dominik Schindlbeck, Wolfgang Höpfl und Stefan Geserer

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Bessere Bürgerinformation und Entkrautung am Sarchinger Weiher

Ehe der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung tagte, regte die dritte Bürgermeisterin Tanja Fleischmann an, die Bürger bei akuten Problemen – wie etwa der anstehenden Reparatur der Vakuumpumpe in Friesheim – künftig schneller zu informieren. Hierfür schlug sie die Nutzung eines WhatsApp-Channels oder der Heimat-Info-App vor.

Zum Abschluss informierte Vizebürgermeister Johannes Heitzer über anstehende Maßnahmen am Sarchinger Weiher. Dieser wird auf einer Fläche von rund neun Hektar entkrautet – jeweils drei Hektar im Bereich vor den drei Kiosken. Bereits im Vorfeld wurden dafür Wasserproben entnommen, eine weitere Kontrolle erfolgt einige Tage nach der Entkrautung. Die Kosten hierfür trägt der Naherholungsverein. Wie der stellvertretende Bürgermeister ferner erläuterte, gab es bereits Abstimmungsgespräche mit dem Naherholungsverein, dem Fischerverein und dem Bund Naturschutz, um die allgemeine Situation am Sarchinger Weiher nachhaltig zu verbessern.

 

 

Gemeindebücherei soll zur modernen Begegnungsstätte werden – die Weichen sind gestellt

 Wie Bürgermeister Dominik Schindlbeck in der jüngsten Sitzung am Dienstag, 4.8. erläuterte, dürfe die Barbinger Gemeindebücherei in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum begehen. Die Einrichtung stamme größtenteils noch aus der Anfangszeit. Dementsprechend sei das Mobiliar sichtlich in die Jahre gekommen und lade nicht mehr zum Verweilen ein. Eine Modernisierung der Bücherei würde eine einladende Atmosphäre schaffen, meinte das Gemeindeoberhaupt, ehe er Büchereileiterin Daniela Wagner das Wort übergab und diese das neu Raum- und Ausstattungskonzept vorstellte. Ziel sei es, eine einladende Atmosphäre zu schaffen und die Aufenthaltsqualität als Lern-, Begegnungs- und Leseort massiv zu erhöhen. Die geplante Neueinrichtung würde attraktive Lesebereiche umfassen. Alle Zonen könnten neue Regale erhalten. Für Erwachsene, Jugendliche und Kinder plane man gemütliche Sitzecken mit Sesseln, Couch, Tischen und einem neuen Lesepodest mit niedrigeren Stufen. Spezielle Präsentations- und Ausstellungsmöbel rücken Neuheiten und wechselnde Themenausstellungen ins rechte Licht. Selbst an ein kleines integriertes „Lesecafé“ , das zum Verweilen einlade, würde man denken.  Eine witterungsgeschützte Medienrückgabebox im Außenbereich ermögliche die sichere Rückgabe von Büchern und Medien auch außerhalb der Öffnungszeiten. Der Arbeitsplatz der Mitarbeiter würde ebenfalls erneuert werden, durch Einbindung einer neuen höhenverstellbaren Theke für Verbuchung und Beratung, ergänzt durch moderne Präsentationswände, Schränke und neue Bürostühle. Die Umsetzung soll über passgenaue Systemmöbel eines Bibliotheksfachausstatters erfolgen, der auch die Montage übernimmt. Wie Daniela Wagner ferner erläuterte, sei der zweite Kernpunkt der Reform der Einstieg in die digitale Selbstverbuchung (RFID-Technik). Im Eingangsbereich werden dafür eine Deckenantenne zur Medienkontrolle sowie ein Besucherzählgerät installiert. Das Herzstück für die Leser bilde ein barrierefreies, höhenverstellbares Selbstverbuchungsterminal an der Theke, das auch bargeldlose Zahlungen per EC-Karte unterstütze Die rund 10.000 Medieneinheiten der Bibliothek werden hierzu von einer externen Fachfirma mit RFID-Chips ausgestattet. Das Softwareunternehmen Datronicsoft liefere die notwendige Schnittstelle zur bestehenden Bibliothekssoftware. Wagner betonte den enormen Mehrwert für ihr Team: Durch den Wegfall von Routinetätigkeiten an der Theke entstehen weniger Wartezeiten. Die Mitarbeiter gewinnen wertvolle Zeit für die persönliche Beratung und tiefergehende Dienstleistungen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut aktueller Kostenschätzung auf rund 130.000 Euro brutto. Davon entfallen 100.000 Euro auf die neuen Möbel und rund 30.000 Euro auf die RFID-Technik. Da die Landesfachstelle Regensburg beide Maßnahmen fördere, werden die Kosten der Gemeinde massiv abgefedert. Für die Neugestaltung und Einrichtung mindert sich der Eigenanteil der Gemeinde um 37 Prozent und für die RFID-Technik um 40 Prozent, so dass die Gemeinde am Ende mit Kosten von rund 79.800 Euro rechnen müsste. Wie Bürgermeister Dominik Schindlbeck erläuterte, befinden sich noch zwei Vergleichsangebote im Zulauf, um auch die wirtschaftlichste Lösung zu garantieren. Gemeinderat Andreas Gröschl (CSU) und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses mahnte die Kosten im Blick zu behalten. Die Ratsmitglieder machten sich die Entscheidung im Anschluss nicht leicht. In der detailreichen Diskussion wurden Kosten und Nutzen genau hinterfragt. Büchereileiterin Daniela Wagner informierte sachlich und kompetent. Dennoch spürten die Anwesenden im Saal deutlich, wie viel Herzblut das gesamte Büchereiteam in dieses Projekt investiert hat. Am Ende überzeugte das Konzept, die Bibliothek langfristig als lebendige Begegnungsstätte für alle Generationen im Ort zu sichern und fasste bei einer Gegenstimme den Beschluss zur Neueinrichtung und Einführung der RFID-Technik. Im Rahmen der Sitzung hatte das Ratsgremium noch weitere Beschlüsse zu fassen und Bauanträge zu behandeln.

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Foto: Architekt Gerhard Gromalla informierte den Barbinger Gemeinderat detailliert zu den Planungen für die neue Fahrzeughalle und den Verbindungsbau beim Haus der Vereine.

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Foto 2:  Es ist eine Herzensangelegenheit - Büchereileiterin Daniela Wagner  stellte die Planungen zur Neueinrichtung der Bücherei vor

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Gemeinderatssitzung
vom 02. Juni 2026

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Bahn frei für Strom aus Sonnenkraft auf dem Dach des Sportheims Illkofen

Barbing. (ck) Der Gemeinderat Barbing, unter Vorsitz von Bürgermeister Dominik Schindlbeck gab grünes Licht für die Installation einer PV-Anlage auf dem Dach des Sportheims Illkofen in Zusammenarbeit mit der Berr (Bürger Energie Region Regensburg).  Die zehn Tagesordnungspunkte, darunter vorwiegend Bauanträge, boten kaum Diskussionsbedarf. Gemeinderat Tobias Hafner wurde vereidigt.

 

Ehe man in die weiteren Tagesordnungspunkte einstieg, wurde Gemeinderat Tobias Hafner (FW/BürgerForum) vereidigt. Er hatte sich für die Maisitzung entschuldigen lassen müssen. Den Amtseid nahm ihm der Rathauschef ab, ehe man sich der weiteren Tagesordnung widmete. Wie Bürgermeister Dominik Schindlbeck im Rahmen der jüngsten Sitzung vom vergangenen Dienstagabend erläuterte, habe die Berr, in enger Zusammenarbeit mit der SpVgg Illkofen ein Konzept für die Energieerzeugung auf dem Dach des Sportheims erarbeitet. Er erinnerte, dass bereits im Herbst 2025 sich der damalige Gemeinderat mit dem Thema PV-Anlagen auf kommunalen Dächern befasst habe und damals überein kam, dass eine Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Berr eine sinnvolle Möglichkeit wäre. Als Pilotprojekt sollte das Sportheim Illkofen genauer betrachtet werden. Zur Sitzung konnte das Gemeindeoberhaupt Joachim Scherrer, den Vorstandsvorsitzenden, und  Geschäftsführer Johannes Graf von der Energiegenossenschaft begrüßen. Beide stellten nicht nur die Genossenschaft selbst, die bereits 68 Anlagen im Bestand hat, sondern insbesondere das geplante Konzept für das Illkofener Sportheim vor. Wie Johannes Graf erläuterte, beruhe die Projektausgestaltung auf tatsächlichen Zahlen und wurde eng mit der Vorstandschaft der SpVgg Illkofen und dem Vorsitzenden Christian Bohla ausgearbeitet.  Man wolle eine Anlage mit 90 Kilowattpeak  bauen, davon ist geplant, dass die SpVgg Illkofen 30 Kilowattpeak selbst verbraucht und 60 Kilowattpeak in das Netz einspeist. Der Vorteil über die Dachvermietung über die Berr liege auf der Hand, denn es seien hierzu keine Investitionen von Seiten Verein oder Gemeinde nötig. Es müsse lediglich mit der Gemeinde ein Pachtvertrag über die Dachfläche abgeschlossen werden, da die Gemeinde Inhaber des Gebäudes sei. Der Solarstrompreis belaufe sich auf 16,4 Cent Netto, je Kilowattstunde. Die Dachpacht könne mit dem Strompreis des Vereins verrechnet werden. Zudem wären keine Betriebs- und Instandhaltungskosten von Seiten des Vereins oder der Gemeinde zu tragen. Die Mietlaufzeit würde sich auf 20 Jahre belaufen. Wenn der Gemeinderat zustimme, könne die zeitnahe Umsetzung bis 30. Juni dieses Jahres erfolgen. Einvernehmlich stimmte der Gemeinderat zu und erklärte sich mit der Umsetzung des Projekts in Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft Berr einverstanden. Bürgermeister Dominik Schindlbeck wurde im Zuge dessen beauftragt, einen Mietvertrag mit der Berr abzuschließen. Die Dachpacht in Höhe von 250 Euro werde mit dem Strompreis verrechnet. Dem Bauantrag auf Entbindung einer Auflage, den Einbau eines Wandhydranten als Selbsthilfemaßnahme bei Entstehungsbränden  im Baugenehmigungsbescheid zur Errichtung einer Lagerhalle mit Büro und Wohnung auf dem Grundstück in der Henleinstraße,  erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen. Hier habe das Landratsamt Regensburg zu prüfen, ob aus brandschutzrechtlicher Sicht eine Entbindung zum Bau eines Wandhydranten erfolgen könne. Dem Bauantrag auf Neubau eines Einfamilienhaues mit Doppelgarage im Illkofener Lerchenweg hatte das Ratsgremium mit der Auflage, dass Niederschlagswasser auf dem Grundstück zu versickern sei, nichts entgegenzusetzen. Keine Einwände hatte der Gemeinderat hinsichtlich des Bauantrags auf Erneuerung, beziehungsweise Austausch von Werbeanlagen aufgrund einer Konzernfusionierung im Gewerbegebiet Unterheising. Dem Bauantrag auf Neubau eines Dreifamilienwohnhauses in der Friesheimer Hauptstraße hatte das Ratsgremium grundsätzlich keine Einwände, jedoch war die erste Planung mit einer Gesamtgebäudehöhe von  7,90 Metern zu hoch und wurde vom Ratsgremium im Rahmen der Vorbesprechung kritisch gesehen, weshalb man noch einige Tage vor der Sitzung die Architektin informierte und diese noch Tage vor der Sitzung der Verwaltung und dem Gemeinderat eine geänderte Planung zukommen ließ. Im Rahmen der Änderung reduziert sich die Höhe des Hauses auf 6,90 Meter, was im Hinblick auf das Einfügegebot noch vertretbar wäre. Hierzu kam Einverständnis von allen Fraktionen. Benedikt Jäger (Unabhängige Liste) informierte, dass man zusammen mit Gemeinderat Stefan Sulzer (CSU) das Höhenniveau der Gebäude in unmittelbarer Umgebung nachgemessen habe und man bei reduzierter Höhe keine Einwände hätte. Einvernehmlich stimmte man für den Bauantrag mit reduzierter Höhe, kam aber auch überein, dass man darauf achten werde, dass die Höhen gemäß der neuen Planungen auch eingehalten werden. Der Bauvoranfrage über den Neubau eines Zweifamilienhauses mit Doppelgaragen im Neubaugebiet von Eltheim wurde grundsätzlich befürwortet. Die Antragsteller planen auf dem für zwei Doppelhäuser geplanten Grundstück, ein Zweifamilienhaus zu errichten. Wie bereits 2023 war sich das Ratsgremium einig, die Sportvereine im Zuge der stark gestiegenen Stromkosten zu unterstützen. Bürgermeister Dominik Schindlbeck erinnerte, dass man mit der Strombündelausschreibung einen deutlich höherer Strompreis abgeschlossen habe, als in den Jahren zuvor. „An dieses Ergebnis der Ausschreibung sind wir als Kommune gebunden“, konstatierte er und ergänzte, dass dadurch eine enorme Steigerung der Strompreise für die Sportanlagen resultiere. Um die Sportvereine finanziell zu unterstützen, übernimmt die Gemeinde den Differenzbetrag zwischen den Durchschnittsverbrauchskoten aus den Jahren 2021 und 2022 und den anfallenden Stromkosten ohne Heizkosten für die beiden Jahre 2024 und 2025. Für Barbing sind dies 9.49,45 Euro, für Sarching 7.199,57 Euro und für Illkofen 12.877,25 Euro. Ehe das Ratsgremium in nicht öffentlicher Sitzung tagte, informierte Bürgermeister Dominik Schindlbeck über das Gespräch zwischen Landratsamt und Gemeinde zum Thema Boardinghouse in Friesheim. Eine durch das Landratsamt ausgefertigte Pressemeldung, erfolgte in Abstimmung und nach einem Gespräch mit Bürgermeister Dominik Schindlbeck und Verwaltungsleiter Thomas Geser. Wie der Rathauschef ferner informierte, wolle man demnächst ein Gespräch mit dem Vermieter führen. Eine Terminrückmeldung von diesem sei jedoch bisher noch nicht erfolgt.

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Foto: Johannes Graf und Joachim Scherrer von der Energiegenossenschaft Berr informierten über die Genossenschaft und das Projekt PV-Anlage auf dem Dach des Illkofener Sportheims, für das der Gemeinderat grünes Licht gab.

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Foto 2: Gemeinderat Tobias Hafner (rechts) wurde im Rahmen der Juni Sitzung vereidigt. Er musste sich für die Mai-Sitzung entschuldigen lassen

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Gemeinderatssitzung
vom 06. Mai 2026

Im Bürgermeistertrio in Barbing ist wieder eine

Frau vertreten

Barbing. (ck)  In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates Barbing unter Vorsitz von Bürgermeister Dominik Schindlbeck, am vergangenen Mittwoch, 6.5.  wurden die neuen Gemeinderäte vereidigt, Ausschüsse besetzt und die beiden Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt. Zum Zweiten Bürgermeister wurde Johannes Heitzer aus Sarching und zur Dritten Bürgermeisterin Tanja Fleischmann aus Auburg gewählt. Mit den beiden Bürgermeisterstellvertretern sollten die Ortsteile abgebildet werden.

 

„Wir haben die nächsten sechs Jahre die ehrenvolle Aufgabe unsere Heimatgemeinde zu gestalten, aber auch die Pflicht für unsere Bürgerinnen und Bürger Ansprechpartner, Stimme und Vertrauensperson zu sein. Wir haben aus meiner Sicht natürlich eine sehr gute Konstellation von den Wählerinnen und Wählern bekommen. Ich als neuer Bürgermeister darf eine starke CSU hinter mir vereint wissen, aber genauso haben wir mehr Vielfalt bekommen für den Gemeinderat. Das kann uns nur gut tun, wenn wir breit gefächert sind und wenn man viele Ideen einfließen“, so Bürgermeister Dominik Schindlbeck bei seiner Begrüßung und ersten Sitzung als neuer Barbinger Bürgermeister. Er betonte, dass er es als seine Aufgabe sehe, alle guten Ideen und Visionen fraktionsübergreifend zusammenzuführen zum Besten der Gemeinde. Er wisse, dass jeder vor Ideen sprieße und seine Themen so schnell wie möglich platzieren möchte, doch müsse man sich als Gemeinderat zusammenfinden und auch das Tempo finden, denn die Konstellation sei für alle neu. Nach 13 Jahren habe man mit ihm einen neuen Bürgermeister, aber mit der neuen Legislaturperiode habe man auch 50 Prozent neue Gemeinderäte und viele davon betreten Neuland, dies heiße aber im Umkehrschluss auch, dass in den Reihen des Gemeinderats 50 Prozent Erfahrung stecken. Teils mit sechs, aber auch 12 Jahren Gemeinderatserfahrung, Unterstützt von einer erfahrenen Verwaltung, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen werde . „Somit haben die die Chance neu zu denken und neu anzupacken“, konstatierte das neue Gemeindeoberhaupt, der aber auch ergänzte, dass man Themen wie Seniorenwohnen, neuer Bauhof, Rathausumfeld oder Feuerwehr Friesheim forcieren werde. Wichtig sei ihm Themen transparent anzugehen und dazu gehöre viel Kommunikation, um Entscheidungen zu treffen. Für Ende des Jahres plane er eine fraktionsübergreifende Klausur um Gesamtpläne und insbesondere einen Zukunftsplan für die Gemeinde zu entwickeln. „Es ist mein Ansatz, dass die gestalterischen Themen in einem Plan gefasst werden, um Barbing in die Zukunft zu führen. Ich habe mit meinem Team einen 10-Jahres-Plan entwickelt, der meine Vision für die Gemeinde Barbing war und letztlich wird dieses Programm der rote Faden werden, an dem wir uns orientieren, aber auch die Ideen und Visionen aller Gemeinderäte einfließen lassen, ganz unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“, freute er sich und betonte, dass er sich auf die kommenden sechs Jahre freue. „Wir können gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft für die Gemeinde schaffen mit guten Entscheidungen, vielen Diksussionen, auch mal Streit in der Sache aber auch mit Konsens und hoffentlich auch Spaß dabei.

 

Er  wünschte allen Gemeinderäten alles gute für die gemeinsame Zeit ehe, man sich dem ersten Tagesordnungspunkt widmete, der Vereidigung der neuen Gemeinderatsmitglieder. Dazu ging es in das Trauzimmer. Bürgermeister Dominik Schindlbeck nahm Elisabeth Betz (FW/BF), Jürgen Deinhart (FW/BF), Tanja Fleischmann (CSU), Stefan Geserer (Unabhängige Liste), Wolfgang Höpfl (Grüne), Melanie Jans (Grüne), Benedikt Jäger (Unabhängige Liste), Sebastian Reichl (SPD) Petra Schmalhofer (CSU) den Eid ab. Tobias Hafner (FW/BF) musste sich für den Abend entschuldigen lassen. Die wiedergewählten Gemeinderäte mit Dr. Martin Bartmann (CSU), Gerhard Deutsch (CSU), Dr. Marco Gärtner (CSU), Andreas Gröschl (CSU), Johannes Heitzer (CSU), Christine Kroschinski (CSU), Hans-Peter Landsmann (FW/BF), Martin Laumer (FW/BF), Stefan Sulzer (CSU) und Robert Stierstorfer (CSU) mussten nicht mehr vereidigt werden, wie auch Bürgermeister Dominik Schindlbeck.

 

Einstimmig wurde im Anschluss die Satzung zur Regelung des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts verabschiedet sowie der Erlass einer Geschäftsordnung für den Gemeinderat, darunter Punkte wie Erhöhung der Ausschüsse auf sieben Mitglieder, damit alle Fraktionen abgebildet werden können, Sitzungsgeld für die Gemeinderäte, das von 50 Euro auf 70 Euro erhöht wurde oder auch Umgang mit Dokumenten. Die Summe der Einzelfallentscheidung des Bürgermeisters wurde auf 40.000 Euro festgelegt. Als Orientierung galt hier der Vorschlag des Gemeindetags mit einem Betrag von sechs bis acht Euro je Einwohner. Ferner ließ man auch die Option zur Möglichkeit einer hybriden Sitzung offen. Zwar sei noch nicht die notwendige Ausstattung vorhanden, aber der Digitalisierung dürfe man sich nicht verschließen und man sollte sich diese Option offen halten.

 

Einig war man sich im Rahmen der Sitzung über die Anzahl der weiteren Bürgermeister. Diese beließ man bei zwei, ehe man sich der Wahl der Stellvertreter widmete. Martin Laumer (FW/BF) machte deutlich, dass ihm bewusst sei, dass die CSU als größte Fraktion ihre Kandidaten durchbringen könne, doch er bezweifelte, ob es sinnvoll sei auch die weiteren Bürgermeister aus CSU zu wählen. „Die weiteren Bürgermeister übernehmen Aufgaben für die gesamte Gemeinde nicht nur für die Fraktion, sondern als Spitze der Gemeinde.“ Er meinte, dass es ein gutes Signal wäre, wenn sich die Vielfalt der Fraktionen auch in den stellvertretenden Bürgermeisterposten abbilden würde. Er plädierte dafür, dass zumindest ein Bürgermeisterposten fraktionsübergreifend vergeben werde. Bürgermeister Dominik Schindlbeck konstatierte, dass er als Bürgermeister neu im Rennen sei und auch für ihn eine neue Zeit anbreche. Er hätte schon den Wunsch, dass er ein Team neben und hinter ihm stehen habe. Ihm sei wichtig, dass die stellvertretenden Bürgermeister die Ortsteile abbilden. Wolfgang Höpfl (Grüne) erklärte, dass ihm die Eröffnungsrede gut gefallen habe und er diese als Handreichung verstanden habe, deshalb sei auch er der Meinung, dass die Vielfalt der Fraktionen abgebildet werden sollte. Stefan Sulzer (CSU) sah dies ganz anders und machte deutlich, dass 60 Prozent der Gesamtstimmen auf die CSU gefallen seien und man hier schon die demokratische Mehrheit sehe. In das selbe Horn blies auch Dr. Martin Bartmann (CSU), der meinte, dass man differenzieren müsse zwischen Plenum und Bürgermeister. Im Plenum sei die Handreichung richtig und wichtig, aber er sehe es so, dass die stellvertretenden Bürgermeister die Amtsvertreter des Ersten Bürgermeisters seien und der sei nun einmal CSU-Vertreter. Auch er plädierte für die Abdeckung der Ortsteile. Mit 11 Stimmen wurde Johannes Heitzer (CSU) aus Sarching zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Wahlvorschläge gingen auch für Hans-Peter Landsmann (FW/BF) ein und Tanja Fleischmann (CSU). Auf Landsmann entfielen sieben Stimmen und auf Fleischmann zwei. Für das Amt des Dritten Bürgermeisters schlug Tanja Fleischmann aus Auburg vor. Die Freien Wähler schlugen Hans-Peter Landsmann vor. Auf Tanja Fleischmann entfielen 12 Stimmen und auf Hans-Peter Landsmann acht Stimmen. Da Johannes Heitzer in der letzten Legislaturperiode bereits das Amt des Dritten Bürgermeisters ausübte musste dieser nicht mehr vereidigt werden. Tanja Fleischmann als Dritte Bürgermeisterin legte den entsprechenden Amtseid ab. Nach 13 Jahren, vorher war es unter Bürgermeister Albert Höchstetter Elisabeth Regensburger, ist nun auch wieder eine Frau im Bürgermeisteramt vertreten. Einstimmig erfolgten die Besetzung der Ausschüsse und die Bestimmung des Verbandsräte Schule und Wasser.

 

Ein zentraler Tagesordnungspunkt war dabei die Bildung und personelle Besetzung beratenden Ausschüsse.  Für die CSU wurde für den Haupt- und Finanzausschuss Gerhard Deutsch (Stellvertreter Tanja Fleischmann), Andreas Gröschl (Stellvertreter Johannes Heitzer) und Robert Stierstorfer (Stellvertreter Stefan Sulzer) bestimmt. Von den Freien Wähler/BürgerForum  wurde für den Ausschuss Hans-Peter Landsmann (Stellvertreter Jürgen Deinhart) und Martin Laumer (Stellvertreter Elisabeth Betz) bestimmt und von den Grünen Wolfgang Höpfl (Stellvertreter Melanie Jans) sowie von der Unabhängigen Liste Benedikt Jäger (Stellvertreter Stefan Geserer). Den Bau- und Umweltausschuss besetzen für die CSU Gerhard Deutsch (Stellvertreter Andreas Gröschl), Johannes Heitzer (Stellvertreter Robert Stierstorfer) und Stefan Sulzer (Stellvertreter Christine Kroschinski) sowie für FW/BF Jürgen Deinhart (Stellvertreter Martin Laumer), Tobias Hafner (Stellvertreter Hans-Peter Landsmann). Die Grünen bestimmten Melanie Jans (Stellvertreter Wolfgang Höpfl) und die Unabhängige Liste Stefan Geserer (Stellvertreter Benedikt Jäger). Ferner musste der Rechnungsprüfungsausschuss besetzt werden. Von Seiten der CSU wurde Andreas Gröschl (Stellvertreter Christine Kroschinski), Robert Stierstorfer (Stellvertreter Johannes Heitzer) und Tanja Fleischmann (Stellvertreter Martin Bartmann) vorgeschlagen. Von der Fraktion FW/BF wurde Elisabeth Betz (Stellvertreter Jürgen Deinhart) und Tobias Hafner (Stellvertreter Martin Laumer) empfohlen sowie von den Grünen Wolfgang Höpfl (Stellvertreter Melanie Jans) und von der Unabhängigen Liste Benedikt Jäger (Stellvertreter Stefan Geserer). Den Vorsitz übernimmt auf einstimmigen Beschluss Andreas Gröschl. Der Schulverband Barbing wird mit Gerhard Deutsch (Stellvertreter Petra Schmalhofer), Tanja Fleischmann (Stellvertreter Andreas Gröschl) und Jürgen Deinhart (Stellvertreter Elisabeth Betz) besetzt sowie der Schulverband Neutraubling von Robert Stierstorfer (Stellvertreter Christine Kroschinsk) und Jürgen Deinhart. Der Wasserzweckverband wird von Jürgen Deinhart (Stellvertreter Tobias Hafner) besetzt. Abschließend wurden Erster Bürgermeister Dominik Schindlbeck und Zweiter Bürgermeister Johannes Heitzer zu Eheschließungsbeamten ernannt.

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