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Sitzung vom 02.07.2024

Starkregen kann nicht verhindert werden, aber man kann Vorbereitungen treffen

 

Kurz und zügig und ohne großartige Diskussionen gestaltete sich die jüngste Gemeinderatssitzung vom Dienstag. Um dem Thema Hochwasser aufgrund von Starkregen- und Sturzfluten zu begegnen, beschloss man einstimmig ein kommunales Sturzflutmanagement-Konzept zu erarbeiten, zumal hier auch eine Förderung in Aussicht gestellt wird.


Auch solche Platten wie hier am Damm bei Friesheim können bei Starkregenereignissen vor Hochwasser schützen – Weitere Schutzmaßnahmen und Leitfäden bei Starkregenereignissen sollen in einem Konzept erarbeitet und festgehalten werden

 

Bereits in der letzten Gemeinderatssitzung im Monat Juni beschäftigt das Thema Hochwasser die Gemeinderäte und Bürgermeister Hans Thiel und die damals bevorstehenden vom Wetteramt angekündigten Starkregenereignisse und erhöhten Pegelstände.

Vor allem Starkregenereignisse und die damit verbundenen meist hohen Schäden rücken immer stärker ins Blickfeld. Vor allem auch die Frage, was man auf kommunaler Ebene tun könne, um darauf vorbereitet zu sein und durch bestimmte Maßnahmen Schäden durch Starkregenereignisse zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Wie Bürgermeister Hans Thiel erörterte, können speziell Starkregenereignisse und Sturzfluten in einem kommunalen Sturzflutrisikomanagement aufgezeigt und Handlungsempfehlungen

erarbeitet werden. Das Wasserwirtschaftsamt habe ferner mitgeteilt, dass bei einer diesjährigen Antragstellung, eine Förderung für das Jahr 2025 in Aussicht gestellt werden könne und zwar mit 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bei einer maximalen Höhe von 150 000 Euro. Dieser zu erarbeitende Leitfaden soll Informationen und Anleitung zur Durchführung einer Gefährdungs- und Risikoanalyse in Bezug auf Starkregenereignisse enthalten und damit die Grundlage für eine effektive Schadensreduzierung, denn verhindern könne man Starkregenereignisse nicht. Deshalb soll das Starkregenrisikomanagement ein wichtiges und effektives Instrument sein, um Vorsorgemaßnahmen zu planen und umzusetzen, dies könnten neben baulichen Maßnahmen und Veränderungen auch Maßnahmen zur Verbesserung des Risikobewusstseins und auch Anpassung und Verbesserung der Einsatzplanung im Ernstfall sein. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass ein solches Konzept zu erarbeiten sei.

 

Einigkeit herrschte bei Anträgen

Einigkeit herrschte auch bei der Zustimmung eines Bauantrags auf Anbauten mit Wohnnutzung an einer bestehendes Gebäude in der Barbinger Frühlingsstraße und der Ablehnung  einer Anfrage auf Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage in der Gemarkung Illkofen, da sich das Vorhaben außerhalb des 200 Meter Korridors befindet und es sich bei dem Grundstück auch nicht um eine Konversionsfläche handelt.

 

Verschiedenes

Ehe das Ratsgremium in nichtöffentlicher Sitzung tagte, stand der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes und Anfragen“ auf der Agenda. Hier informierte Bürgermeister Hans Thiel, dass die Stadt Neutraubling an der Traunreuterstraße ein Quartier mit 381 Wohneinheiten und fünf bis acht Gewerbeeinheiten sowie einem Kindergarten plane.

 

Anfragen und Nachfragen

Gemeinderätin Christine Kroschinski fragte an, ob sich der Bauhof den Bewuchs am Damm auf Gemeindeseite ansehen könne und hier bei Bedarf auch zurückschneiden könnte. Teilweise reicht die Bewachsung in den Dammweg. Viele Anwohner erledigen den Rückschnitt entlang ihrer Gärten ehrenamtlich, doch einige kommen nun ins Alter, so dass ihnen soclhe Aufgaben zu schwer werden. Stellvertretender Bürgermeister Dominik Schindlbeck regte an, dass man im Informationsblatt auch wieder darauf hinweisen könne, dass überwuchernde Sträucher und Bäume aus Privatgrundstücken, die in den öffentlichen Straßenraum reichen, von den Eigentümern zurückzuschneiden seien.


Für den Bewuchs entlang des Damms (hier in Friesheim in Richtung Barbing fotografiert) ist links die Gemeinde Barbing und rechts entlang der Dammmauer die RMD zuständig.

 

Kroschinski fragte ferner nach, inwieweit die Asphaltierung der R23 durch den Ort Friesheim geplant sei. Hier informierte das Gemeindeoberhaupt, dass dies bereits zweimal im Kreistag thematisiert wurde, weil die Maßnahme noch nicht begonnen wurde. Inzwischen wurde es zugesichert, jedoch noch kein genauer Zeitpunkt festgelegt. Zuerst müssen durch den Landkreis für den Untergrund Kamerabefahrungen erfolgen, dann erst könne die Straße geteert werden. Auch beim Pflasterverlegen in den Gehsteigen musste aufgrund Mängelanzeige nach dem Verlegen der Glasfaserleitungen die Baufirma nachbessern, da die im Bürgersteig liegenden Wasseranschlüsse und Absperrschächte ungleich zur Höhe der Pflasterung waren. Der Wasserzweckverband habe neue Schächte und Hähne bereitgestellt und diese wurden im Rahmen der Mängelbeseitigung neu eingebaut. Bedauerlicherweise sei nun auf Höhe der Hauptstraße 13 das Material ausgegangen, weshalb sich die Maßnahme noch etwas hinziehe und die Gemeinde den Weg neu abnehmen muss.

Ferner fragte die CSU-Fraktionsvorsitzende im Namen der CSU Fraktion nach, wie es mit dem Glasfaserausbau in den untren Dörfern von Friesheim bis Eltheim voranschreite. Hier ließ Bürgermeister Hans Thiel wissen, dass die Tiefbauarbeiten komplett abgeschlossen seien. Viele der Hausanschlüsse seien bereits eingebaut. Der Ortsteil Auburg sei komplett eingespeist und gemessen. Eltheim und Altach werden voraussichtlich im Juli komplett verlegt sein und in Friesheim und Illkofen werden aktuell noch die letzten Kabel eingeblasen, ehe die Speisanweisung erfolgen kann. Die beauftragte Firma bekomme aktuell jeodch keinen Termin für die Aufschaltung des Stroms in das Spotgebäude. Wie der Bauleiter versicherte, sei man hier seit mehreren Wochen dran. Sobald diese erfolgt sei, könne die Firma Clevernet die Technik aufbauen und die ersten Gebäude können ans schnelle Netz angeschlossen werden. Bürgermeister Hans Thiel resümierte, dass nach aktuellem Stand man im dritten Quartal dieses Jahres in folgender Reihenfolge Auburg, Eltheim und Altach und dann Friesheim und Illkofen ans Netz gehen können. Auch der Nachfrage auf die Pfosten, die im Gewerbegebiet Unterheising Ost die Durchfahrt zu m landwirtschaftlichen Weg behindern, informierte der Rathauschef, dass diese damals auf Wunsch von Landwirten errichtet wurden, damit keine Lastwägen aus dem Gewerbegebiet die landwirtschaftlichen Wege nutzen. Die Pfosten können jedoch mittels Dreikant entfernt werden. Wenn es der Wunsch der Jagdgenossen sei, die Pfosten wieder zu entfernen, dann könne man das tun.

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